Sterne der Satire

Curt Bry

KABARETTIST

* 16. Januar 1902 in Berlin;
† 1974 in Los Angeles;

Curt Bry (1902 — 1974) ist eines der größten Kabarett-Talente Anfang der dreißiger Jahre, dessen Laufbahn durch das Dritte Reich unterbunden, letztlich beendet wird. Der „geborene Kabarettist“ (Werner Finck) mit einer Dreifachbegabung als Autor, Komponist und Pianist ist ab 1932 Hausdichter und musikalischer Leiter der Katakombe, für die er auch nach seiner Emigration 1933, von Amsterdam aus, weiter Texte liefert. Zusätzlich schreibt er, wie schon 1931 in Berlin, für das inzwischen emigrierte Kabarett Ping Pong Sketche und Chansons, die von Lale Andersen oder Dora Gerson interpretiert werden. Ab 1935 in Wien, engagiert er sich in den Kabaretts ABC, Lieber Augustin und Zum sechsten Himmel. Seine künstlerische Laufbahn endet 1938 mit der Emigration in die USA, in deren Unterhaltungsbetrieb er nicht Fuß fassen kann:
„Ein Meister der literarischen Parodie mit politischen Untertönen, dessen Nummern in Holland in der Erinnerung fortleben. Seine wehmütigen Chansons spiegeln die Situation des Exils, poetischer, aber weniger direkt wie bei Mehring oder Brecht.“ (Jacques Klöters)

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