Ningel tingelt im Kabarettarchiv

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Auf Tour trotz Corona? Dass das geht, zeigt der Mainzer Lieder­ma­cher und Kaba­ret­tist Matthias Ningel. Auf seiner ‘Tour de Mayence´ durch­quert er die Landes­haupt­stadt, trifft befreun­dete Künst­le­rin­nen und Künst­ler und macht Halt auf seinen Lieb­lings­büh­nen. Mit Chan­sons, Wort­ka­ba­rett und Sket­chen entsteht ein abwechs­lungs­rei­ches Kleinkunstprogramm.

Der Mainzer Künst­ler lebte vor der Coro­na­pan­de­mie haupt­säch­lich vom Tour­ge­schäft, das ihn durch den gesam­ten deutsch­spra­chi­gen Raum führte. Dank einer Förde­rung vom Fond für Darstel­lende Künste wurde es ihm ermög­licht, über Alter­na­ti­ven zum klas­si­schen Tour­be­trieb nach­zu­den­ken und ein eigenes Projekt umzu­set­zen. Und so dreht Ningel den Tour­ge­dan­ken einfach um: Er lädt sein Publi­kum ein selbst auf Tour zu gehen!

Eine große Stadt­karte auf seiner Website infor­miert über die einzel­nen Statio­nen seiner Tour und führt das Publi­kum zu versteck­ten QR-Codes an den betei­lig­ten Insti­tu­tio­nen, deren Scan jeweils ein Video der Tour frei­schal­tet. Insge­samt acht profes­sio­nell produ­zierte Filme umfasst die Tour, eine führt ihn selbst­ver­ständ­lich auch ins Deut­sche Kabarettarchiv.

Im Juni war Matthias Ningel mit seinem Film­team zu Dreh­ar­bei­ten auf der Bühne des Deut­sche Kabarett­archivs. Texte, Dreh­buch, Kompo­si­tio­nen und Film­mu­sik wurden eigens hierfür entwi­ckelt. “In der dritten Episode besuche ich einen abso­lu­ten Lieb­lings­ort: Das Kabarett­archiv vereint Museum, Wissen­schafts­bi­blio­thek und Veran­stal­tungs­raum zu einem groß­ar­ti­gen Ort der Begeg­nung. Mit Liebe zum Detail sind hier unzähl­bare Schätze des Kaba­retts ausge­stellt: Histo­ri­sche Plakate, Instru­mente, Parti­tu­ren, Zeitungs­ar­ti­kel, Programm­hefte … An diesem Ort geben sich Theorie und Praxis die Hand. In meinem Lied »Hein­rich« hinge­gen eher weniger …”, sagt Matthias Ningel über sein drittes Video.

Text und Musik MATTHIAS NINGEL
Art Direc­tion STICK UP STUDIO
Kamera und Schnitt HEINER BRINK
Loca­tion KABARETT-ARCHIV

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