Peter Hammer­schlag

Österreichischer Dichter, Schriftsteller, Kabarettist und Graphiker
* 7. August 1928 in Hohen­schwan­gau;
† 16. Februar 2001 in Berlin

Allge­meine Infor­ma­tio­nen

Peter Hammer­schlag (1902 — 1942) ist der große Sprach­künst­ler unter Öster­reichs Kaba­ret­tis­ten und eine der schil­lernds­ten Figuren in der kurzen Blüte­phase der Wiener Klein­kunst der drei­ßi­ger Jahre, die 1938 mit dem Einmarsch der Deut­schen abrupt endet. Nach ersten Auftrit­ten in der Berli­ner Kata­kombe ist der ‚Blitz­dich­ter’ 1931 Mitgrün­der, Confé­ren­cier und Haus­au­tor der Lite­ra­tur am Nasch­markt, wo er mit virtuo­sen Impro­vi­sa­tio­nen und skur­ri­len Parodien auf Publi­kums­zu­ruf begeis­tert. Bizarre Reime, der Hang zum Makaber-Grotes­ken und die Liebe zum un-sinni­gen Wort­witz bestim­men seine Texte, die der „Letzte der Kaffee­haus­li­te­ra­ten“ (Fried­rich Torberg) auch für ABC und Lieben Augus­tin verfasst. Nach geschei­ter­tem Emigra­ti­ons­ver­such 1941 verhaf­tet, wird er nach There­si­en­stadt depor­tiert und in Ausch­witz ermor­det:
„Halb liebens­wert, halb unheim­lich, stets faszi­nie­rend, ein in die Welt gesto­ße­nes Kind, ein vom Intel­lekt heim­ge­such­ter Tor, ein entlau­fe­ner Bürger, ein Lyriker, dem zarte Verse gelan­gen, der die Dimi­nu­tive liebte und Stim­mun­gen zauberte, Chan­sons von bedeu­ten­der Phan­tas­tik erfand.“ (Hans Weigel)

Hörpro­ben:

Der jüdi­sche Cowboy (Inter­pret Gerhard Bronner)
Die Ballade vom Lust­mör­der Alois Blawat­schek (Inter­pret Helmut Qualtin­ger)
Unter­mie­ter Safari (Inter­pret André Heller)

Stifter:

Prof. Peter Voß, Inten­dant des SWR

Weitere Infos:

archiv@kabarett.de oder in unserem Find­buch

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