Volker Kühn

Kabaretthistoriker
* 4. Novem­ber 1933 in Osna­brück;
† 20. Septem­ber 2015 in Berlin

Allge­meine Infor­ma­tio­nen

Volker Kühn (1933 — 2015) ist einer der prägen­den Medi­en­sa­ti­ri­ker und maßgeb­li­chen Kaba­rett­his­to­ri­ker des 20. Jahr­hun­derts , ein kultur­his­to­risch versier­ter Groß­meis­ter der O‑Ton-Collage, bis „der Origi­nal­ton als Persi­flage, das Persi­flierte als Origi­nal“ (Spiegel) erscheint. Mitar­bei­ter des Berli­ner ‚Reichs­ka­ba­rett‘, von ‚Schei­ben­wi­scher‘ und ‚Notizen aus der Provinz‘, mehr als ein Jahr­zehnt haupt­ver­ant­wort­lich für die sati­ri­sche Monats­bi­lanz ‚Bis zur letzten Frequenz‘, hat sich der wort­mäch­tige Verfech­ter einer auf poli­ti­sche Verän­de­rung abzie­len­den Satire der Aufklä­rung durch Komik verschrie­ben, den mündi­gen Bürger im Blick. Autor für Bühne, Hörfunk und Fern­se­hen, Redak­teur, Regis­seur und Produ­zent sati­risch-doku­men­ta­ri­scher Thea­ter­re­vuen, hat der „Maul­wurf auf der Suche nach dem Morgen­rot“ (HR) darüber hinaus in zahl­rei­chen Publi­ka­tio­nen die Geschichte der elften Muse poin­tiert nach­ge­zeich­net, deren Prot­ago­nis­ten einfühl­sam porträ­tiert: „Er schaut denen aufs Maul, die andere perma­nent für dumm verkau­fen… ein Chro­nist trau­ri­ger Wirk­lich­keit, der auf recht­schaf­fene Entrüs­tung verzich­tet, statt­des­sen auf die Satire als einzig wahre mora­li­sche Anstalt vertraut.“ (Süddeut­sche Zeitung)

Hörpro­ben:

Einig­keit und Recht und Frei­heit (Inter­pret Hein­rich Lübke)
Gespräch mit Kathinka Strass­ber­ger 2013
Klassik-Joe (Inter­pre­tin Cath­leen Gawlisch)

Stifter:

Günter-Neumann-Stif­tung, Berlin (Lauda­tio: Gunter Gabriel)

Weitere Infos:

archiv@kabarett.de oder in unserem Find­buch

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