Peter Pan (alias Alfred Nathan)

Kabarettist

Performances:

* 27. Novem­ber 1909 in Berlin; † 11. Juni 1976 in Porten­schmiede im Thürin­ger Wald

Allge­meine Infor­ma­tio­nen

Peter Pan (1909 – 1976) ist eine der zentra­len Figuren der kaba­ret­tis­ti­schen Emigra­tion nach 1933. In Paris gehört er von 1934 bis zur Inter­nie­rung als feind­li­cher Auslän­der 1939 dem Ensem­ble des Exil­ka­ba­retts Laterne an, ehe er zwischen 1940 und 1942 als Leiter, Haupt­au­tor und Darstel­ler der Kaba­rett­bühne in Gurs unter schwie­rigs­ten Bedin­gun­gen sieben sati­risch-lite­ra­ri­sche Zeit­re­vuen unter dem Motto ’Lachen trotz Tod und Teufel’ insze­niert und damit wesent­lich zum Ruf des Gefan­gen­la­gers beiträgt, kultu­rel­les Zentrum der deutsch­spra­chi­gen Emigra­tion zu sein. 1957 kehrt der  „noto­ri­sche Komö­di­ant und noto­ri­sche Opti­mist“ (Mathias Wedel) nach Berlin zurück und tourt mit Solo­pro­gram­men durch die DDR: „Was für den Seemann ein Leucht­turm bedeu­tet im tosen­den Meer, zwischen Klippen und Riffen, über Nebel­schwa­den und Untie­fen, das war für uns poli­ti­sche Gefan­gene in den Lagern Frank­reichs Peter Pan…Was gespielt wurde, war immer mitten in die Zeit gestellt, hatte Sinn und Form und zog das Zeit­ge­sche­hen durch das Stachel­draht­ge­strüpp zu uns ins Lager.“ (Ludwig Turek1962)

Weitere Infos:

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