Jürgen Hart

Kabarettist und Sänger

Performances:

* 20. Septem­ber 1942 in Treuen; † 9. April 2002 in Leipzig

Allge­meine Infor­ma­tio­nen

Jürgen Hart (1942 – 2002) ist der komö­di­an­ti­sche Kopf der 1966 gegrün­de­ten  acade­mi­xer, deren Program­men er als Haupt­au­tor, Darstel­ler, Regis­seur und Direk­tor über zwei Jahr­zehnte seinen Stempel aufdrückt. Nach dem Motto ’Augen auf und weiter’ verle­gen sich die Leip­zi­ger unter seiner Ägide auf ein Kaba­rett als philo­so­phisch-sati­ri­sches Volks­thea­ter in Brecht­schem Sinne mit dem Ziel, die Ideo­lo­gie des Sozia­lis­mus auf ihren Gebrauchs­wert hin zu befra­gen — “Provo­ka­tion durch Gerech­tig­keit“ (Jürgen Hart). Ein Kaba­ret­tist von kauzi­ger Schlag­fer­tig­keit, ist sein beson­de­res Anlie­gen die Förde­rung des Säch­si­schen als der “nach dem Italie­ni­schen klang­reichs­ten Sprache, wie geschaf­fen zur Bühnen­spra­che“. Folge­rich­tig wird der profi­lierte Sati­ri­ker in Ost und West populär mit der Sach­sen­hymne ’Sing, mei Sachse, sing’: „ Wir haben all die Vor- und Nach­teile, die man als Hofnarr haben konnte, genossen…bei rela­ti­ver Straf­frei­heit dem Monar­chen die Wahr­heit zu sagen oder zumin­dest die Meinung des Volkes. Das hatten wir auch so. Auch wir haben, wie die Klas­si­ker, unsere Monar­chie für eine gehal­ten, die man aufklä­ren könne.“ (Jürgen Hart 1989).

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