Aris­tide Bruant

Französischer Kabarettsänger, Schriftsteller, Komödiant und Nachtklubbesitzer
* 6. Mai 1851 in Cour­tenay (Loiret);
† 10. Februar 1925 in Paris)

Allge­meine Infor­ma­tio­nen

Aris­tide Bruant (1851 — 1925) ist einer der ersten Stars des Kaba­retts und Wegbe­rei­ter des moder­nen Chan­sons. Als Ensem­ble­mit­glied im ersten Kaba­rett der Neuzeit, dem Pariser Chat noir ab 1881 und im eigenen Kaba­rett Le Mirli­ton ab 1885, präsen­tiert er seine sozi­al­kri­ti­schen, die Bour­geoi­sie atta­ckie­ren­den und die von der Gesell­schaft Geäch­te­ten glori­fi­zie­ren­den Chan­sons, die bis zu den Lieder­ma­chern der sech­zi­ger Jahre ihre Vorbild­funk­tion behal­ten. In Schaft­stie­feln, rotem Hemd, breit­krem­pi­gem Hut und Knoten­stock auftre­tend, von Henri Toulouse- Lautrec in Porträts, Zeich­nun­gen und Plaka­ten verewigt, werden seine dras­ti­schen Publi­kums­be­schimp­fun­gen legen­där, mit denen er gegen das Cabaret als Touris­ten­at­trak­tion wettert:
„Es ist die regne­ri­sche Luft der Vorstadt­stras­sen, in denen abends spär­li­che Later­nen brennen, Kreuz und Scha­fott liegen gleich nah, und alle Tragö­dien der Messer­sti­che und Frau­en­zim­mer­ge­schich­ten enden im Spital … Die Fran­zo­sen fühlen, dass Bruant der Ausdruck seiner Zeit, seiner Epoche, seines Paris von damals gewesen ist, das er in der Welt­li­te­ra­tur unsterb­lich gemacht hat.“ (Kurt Tuchol­sky 1925)

Stifter:

Insti­tut Fran­cais de Mayence, Leite­rin Isabelle Farcat

Weitere Infos:

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