120 Jahre Elfriede Katha­rina Nehr­haupt

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Heute vor 120 Jahren, wurde Elfriede Katha­rina Nehr­haupt in Köln geboren. Wir kennen sie jedoch als die groß­ar­tige Kaba­ret­tis­tin Kate Kühl. Ihren ursprüng­li­chen Wunsch Orato­rien-Sänge­rin zu werden gab sie in noch jungen Jahren auf, und ging nach Berlin, wo sie von Rosa Valetti für das Cabaret Größen­wahn enga­giert wurde. Berlin wurde ihr Heimat und hier feierte sie ihre größten Erfolge. Kurt Tuchol­sky schrieb für sie und prägte ihre künst­le­ri­sche Lauf­bahn. 1928 stand sie in der Rolle der Lucy bei der Urauf­füh­rung der Drei­gro­schen­oper (Brecht/Weill) auf der Bühne.

Kurz nach dem Ende des Krieges wurde sie Mitglied der Kaba­rett­gruppe “Außen­sei­ter”, zog nach Ost-Berlin um und spielte dort in dem von Bert Brecht und Helene Weigel gegrün­de­ten Berli­ner Ensem­ble. Doch schon Mitte der 50er Jahre verließ die poli­tisch enga­gierte Künst­le­rin Ost-Berlin wieder und unter­stützte nun die SPD im Kampf gegen die erneut droh­nende Kriegs­ge­fahr.

Im Jahr 2006 ehrte das Deut­sche Kabarett­archiv Kate Kühl mit einem Stern der Satire, der nun den Walk of Fame der Satire auf dem Romano-Guar­dini Platz ziert. Wir denken heute an sie, die “Mutter Courage des lite­ra­ri­schen Brettls”.

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